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Die Suchthilfe Wien gemeinnützige GmbH wurde Ende 2011 gegründet und hat ab 1.1.2012 die Einrichtungen des Verein Wiener Sozialprojekte übernommen. Da die Vereinsstruktur unter anderem wegen der kontinuierlich wachsenden Organisation (mehr Einrichtungen, Angebote und Aufgaben, sowie entsprechend mehr MitarbeiterInnen) nicht mehr passend war, hat sich der Vorstand gemeinsam mit der Stadt Wien zu dieser organisatorischen Veränderung entschlossen.
Der Verein Wiener Sozialprojekte (VWS) war 1990 gegründet worden, um in Wien neue Wege in der Drogenhilfe beschreiten und flexibel auf neue Problemlagen reagieren zu können. 1990 setzte der Verein mit der sozialmedizinischen Einrichtung ganslwirt erstmals in Österreich ein niedrigschwelliges, auf Schadensminimierung und Überlebenshilfe basierendes Suchthilfekonzept um. Angeschlossen war der Einsatz einer mobilen Anlaufstelle, die direkt in der Drogenszene operierte. Aufbauend auf diesen Praxiserfahrungen entwickelte der VWS mit fix und fertig (Start der Einrichtung 1993) sowie betreutes wohnen (Aufbau ab 1996, regulärer Betrieb ab 1998) Integrationsprojekte in den Bereichen Arbeit und Wohnen, die bewiesen, dass Integration auch durch Hilfe in einem ambulanten Setting – und selbst bei noch aufrechtem Drogenkonsum – möglich ist. 1996 wurde die Einrichtung streetwork vom Verein Rettet das Kind übernommen und mit der mobilen Anlaufstelle zu einer Einrichtung zusammengeführt. Die niedrigschwellige Drogenarbeit ist in Wien nun gänzlich beim Verein Wiener Sozialprojekte beheimatet. 1997 gelang es mit dem europaweit beachteten Projekt ChEck iT!, bis dahin nicht erreichbare KonsumentInnen von neuen synthetischen Drogen zu kontaktieren und Prävention zu leisten. 1998 ging ChEck iT! In den Regulärbetrieb über und wurde somit zur fünften Einrichtung des Vereins Wiener Sozialprojekte. In den Folgejahren baute der VWS die Einrichtungen aus und legte den Schwerpunkt auf qualitätssichernde Maßnahmen. 2003 wurde ein VWS-Leitbild beschlossen. Auf organisatorischer Ebene wurde 2005 ein Qualitätsmanagement auf Basis eines prozessorientierten Modells entwickelt. In den Jahren 2005 bis 2007 betrieb der VWS das Projekt aXXept – eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung für Punks mit sozialen Problemen. Damit ging die primäre Zielgruppe eines VWS-Projekts erstmals über jene der DrogenkonsumentInnen hinaus. aXXept ist zwar seit 2008 im FSW beheimatet, die Hinwendung des VWS auch zu anderen Zielgruppen ging jedoch weiter: Mittlerweile betreibt er auch die Gemeinwesenprojekte SAM (seit Oktober 2007) und Help U (seit März 2008).
Als Entlastung für den überbeanspruchten ganslwirt ging 2010 die sozialmedizinische Drogenberatungsstelle TaBeNo-Süd in Betrieb.
Heute beschäftigt die Suchthife Wien gGmbH, die auch sämtliche MitarbeiterInnen des Verein Wiener Sozialprojekte übernommen hat, etwa 130 Angestellte und 90 freie DienstnehmerInnen. Dazu kommen etwa 60 fix und fertig-Transit- und Tagesarbeitskräfte sowie 9 Zivildiener. Neben der operativen Tätigkeit in der Drogenhilfe stellen die MitarbeiterInnen der Suchthilfe Wien gGmbH auch ein ExpertInnenpool dar. Sie sind gern nachgefragte ReferentInnen zu den verschiedensten Themen im Zusammenhang mit Drogenkonsum, arbeiten in institutionsübergreifenden Gremien mit, erstellen Studien und Untersuchungen und nehmen an nationalen und internationalen Netzwerken teil. Damit unterstreicht der die Suchthilfe Wien gGmbH ihren Stellenwert im Feld innovativer Sozialprojekte.
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