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AUSGANGSLAGE

Die Angebote des ganslwirt richten sich in erster Linie an DrogenkonsumentInnen, die in der offenen Straßenszene verkehren.
Wesentliche Merkmale dieser Personen sind die Abhängigkeit von mehreren Substanzen, ausgeprägtes Risikoverhalten und eine eingeschränkte Fähigkeit zu kontrolliertem Konsum. Ihre soziale Situation ist geprägt von instabilen Wohnverhältnissen, Arbeitslosigkeit und den damit assoziierten Folgen wie Obdachlosigkeit, Verschuldung, Armut und dem Verlust eines tragfähigen sozialen Netzes. Neben der Kriminalisierung durch den Drogenkonsum selbst verstärken Beschaffungskriminalität und -prostitution die soziale Desintegration. Wiederkehrende Gewalterfahrungen und Traumatisierungen mit nachhaltigen physischen und psychischen Auswirkungen kennzeichnen viele Lebensgeschichten. Die Umstände des Drogenkonsums, ein ausgeprägtes Risikoverhalten und belastende Lebensumstände führen dazu, dass viele KlientInnen unter schwerwiegenden Erkrankungen leiden.

GRUNDIDEE

Die spezielle Zielgruppe des ganslwirt macht es notwendig, den Focus auf Schadensminimierung (Harm Reduction) zu legen und Hilfsmaßnahmen niedrigschwellig anzubieten. „Niedrigschwelligkeit“ bedeutet, den Zugang zu den Angeboten nicht vom Verfolgen oder Erreichen vorgegebener Ziele abhängig zu machen und sie anonym, weitgehend kostenlos und ohne vorherige Terminvereinbarung bereit zu stellen. Dadurch wird eine soziale und medizinische Grundversorgung und Absicherung möglich, auf deren Basis weitergehende soziale und medizinische Rehabilitationsmaßnahmen angestrebt werden können.
Aufgrund der geschilderten komplexen Problemlagen der Zielgruppe bzw. der Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betreuung ist der ganslwirt als Betreuungszentrum konzipiert, das rund um die Uhr besetzt ist.

Der ganslwirt besteht aus den Modulen

ZIELGRUPPE

Personen, die im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen soziale, psychische und somatische Beeinträchtigungen erfahren. Schwerpunktmäßig handelt es sich dabei um Personen, die der Drogenstraßenszene angehören.

ZIELSETZUNGEN

Verringerung der negativen Folgen des Drogenkonsums auf sozialer, psychischer und somatischer Ebene
durch
  • Sicherung des Überlebens 
  • Abdeckung von Lebensgrundbedürfnissen, Erlangen einer basalen sozialen Absicherung
  • Schaffung eines Zugangs zu medizinischer Grundversorgung, Vermeidung und Reduzierung drogenassoziierter Folgeerkrankungen
  • Schaffung von Problembewusstsein als Voraussetzung für konstruktive Lösungsstrategien; Förderung, Erhalt und Ausbau persönlicher Ressourcen

ARBEITSPRINZIPIEN

  • niedrigschwellig
  • anonym, freiwillig und kostenlos
  • Hilfe an 365 Tagen im Jahr
  • Krisenintervention und Spritzentausch rund um die Uhr

ANGEBOTE

  • Information und Beratung
  • Psychosoziale Betreuung
  • Vermittlung an soziale und medizinische Einrichtungen
  • Allgemeinmedizinische Abklärung und Behandlung
  • Zielgruppenspezifische präventive und diagnostische Maßnahmen
  • Suchtmedizinische Angebote
  • Ärztliche Notversorgung in der Nacht
  • Krisenintervention
  • Lebenspraktische Hilfsangebote
  • Krisenübernachtung
  • Spritzentauschprogramm

 

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